Viel Spiel für kleines Geld – meine Top Indie Games

Indie Games

sind meist unabhängige Spieleentwickler ohne großen Publisher und mit einem kleinen Budget. Natürlich lassen sich viele Spiele mittlerweile via Kickstarter auch „backen“ (Unterstützen) und so finanzieren. Viele dieser Entwickler sind auch ehemalige Mitarbeiter von größeren Studios z.b. Blizzard, LucasArts, Ubisoft usw. Beispiel hierfür ist Markus Persson aka Notch, der Spieleentwickler von Minecraft. Das Spiel wurde zu einem Phänomen und genießt heute noch größter Beliebtheit. Notch war von 2009 bis 2011 Leitender Entwickler von Minecraft. Mojang AB (2009 unter Majong Specifications gegründet) wurde 2014 von Microsoft für 1,9 Milliarden Euro aufgekauft. Hier sieht man einmal mehr, was so kleine Indie Entwickler bewerkstelligen – Minecraft ist dabei nur ein Beispiel für Erfolg von kleinen Entwickler.

Indie Games - Markus Notch PerssonMarkus Alexej Persson alias Notch.

Geboren am 1. Juni 1979 in Schweden Stockholm.

Erfinder und Entwickler von Minecraft.

2014 Mojang AB verkauft für 1,9 Milliarden Euro

 

 

 

 

Dabei sind Indie-Spiele kaum noch wegzudenken, von Early-Access via Steam, bis hin zu Kickstarter, gibt es immer mehr unabhängige Entwickler die Ihre Projekte vortragen und finanzieren lassen.

Early-Access (Früher Zugang)

ist eine weitere Möglichkeit über Steam, ein Spiel von Entwickler/n zu erwerben und diese damit zu unterstützen. Dabei ist die Community ein fester Bestandteil der weiteren Entwicklung. Von DayZ, Rust bis hin zum aktuellen Minecraft -Klon Creativerse gibt es zig Spiele für jeglichen Geschmack – ganz nach euren Präferenzen. Natürlich gibt es bei Early-Access auch schwarze Schafe z.b. The Stomping Land welches nicht mehr fertiggestellt wurde/wird und aus der Steam-Liste entfernt wurde. Das sind natürlich Beispiele für Spiele, die es zwar frühzeitig zum Spielen gibt/gab, allerdings kann es passieren, dass ein Spiel nie aus einer Alpha/Beta sich heraus entwickelt und somit eingestellt wird. Die Möglichkeit eines „Refund“ (Erstattung) ist bei Early-Access Spielen nicht immer gewährleistet. Überlegt euch gut, welches Spiel Ihr wirklich in der jetzigen Entwicklung unterstützen wollt. Hierbei ist es immer gut sich die Reviews von Spielern anzuschauen und einen Blick ins Forum ist eine gute Wahl, bevor man das Spiel käuflich erwirbt.

Indie Games - Day Z

Noch in Entwicklung

Indie Games - The Stomping Land

Eingestampftes Projekt

 

 

 

 

 

 

Nach Angaben einer Studie, schaffen es gerade einmal 25% der Early-Access Spiele, die Veröffentlichung.

Ich habe mir auch schon einige Early-Access Spiele gegönnt, darunter The Forest, Long Dark, World of Diving und mein Lieblings Early-Access Game zur Zeit! Road Redemption, welches mir jetzt schon viel Spaß bereitet.

Schönheiten bis hin zu Emotionen

Was ich an Indie Spiele so mag! sind die vielen Ideen und kreativen Spielentscheidungen der Entwickler. Hier gibt es Spiele wie Braid, die mich damals 2008 auf der PS3 zum grübeln brachten und ein kleiner Geheimtipp war/ist. Dabei war es nicht einmal die Grafik, sondern eher das Konzept. Bei Braid steuert man eine Figur im Jump and Run Stil – mit der Besonderheit, die Zeit zu manipulieren. Die Musikuntermalung war wunderschön und passte zum Stil des Spiels. Spiele wie To the Moon, Dear Esther, Limbo, Journey uvm, all diese kleinen Spiele bauten bei mir eine Emotion auf, die ich selten in Videospiele erfahren habe. Dabei sind die meisten Protagonisten nicht einmal in der Lage was zu erzählen, hier heißt es – Nonverbale Kommunikation und eigenständige Interpretationen (anm.d.red. – Spielende) z.B. To the Moon erzählte eine so schöne Geschichte über die verschiedensten Facetten des Lebens, dass ich am Schluss einige Tränen in den Augen hatte. Dabei war die Grafik alles andere als schön und wurde mit dem RPG Maker verwirklicht. Natürlich trug die Musik viel mit für die emotionsgeladene Geschichte und ohne diese wäre das Spiel vielleicht nur halb so gut. Vielen Dank an dieser Stelle an Lazaro aka Babo 😉

Journey

von thatgamecompany erschien 2012 und war das schnellst gekauftes Spiel im PSN-Store. Man konnte die Reise (Journey) entweder alleine, oder mit einer/n Spieler aus dem Internet bestreiten. Das Lustige dabei ist, man wusste nicht wer mit euch spielte – was für eine kleine, aber tolle Idee. Am Schluss der Reise, die so 90 Minuten ging, wurden die Reisenden aufgelistet mit den Ihr unterwegs gewesen seid. Eine Kommunikation gab es zwar, allerdings in Form von Ping-Töne. Dabei musste man sich einigen, was JA ist und NEIN z.B. Einmal Ping JA und zweimal NEIN usw. Dies gab dem Spiel eine unglaublich tolle Note. Dies sind Erlebnisse/Erzählungen auf sehr hohen Niveau, auch wenn vieles frei Interpretierbar ist, wie bei Limbo, als Bsp.

Indie Games - Journey

Dear Esther

aus dem Haus The Chinese Room ist ein melancholisches First-Person-Adventure-Spiel. Es kam 2009 als Half Life 2 mod heraus – welches man heute noch kostenlos herunterladen kann. Und etwas später 2012 als Steam Version mit verbesserten Grafik heraus. Dear Esther ist sehr minimalistisch als Spiel und lässt kaum Interaktionen zu, außer Laufen, kann der Charakter nicht viel. Trotzdem war ich hin und weg vom Spiel, doch warum? Es lag mehr an der Grandiosen Musik und der Grafik. Das Ende von Dear Esther animierte zur freien Interpretation, welches für schöne Diskussionen sorgte. Das Spiel hatte vom Umfang nicht gerade viel zu bieten. Zwischen 60 – 90 Minuten ging das Spiel, danach war Ende.

Indie Games - Dear Esther

Limbo

aus dem Jahr 2010 war mein zweites Indie Spiel nach Braid und verzauberte mich direkt in eine Welt voller Gefahren und Geheimnis. Aber warum ist hier alles in schwarz-weiß untermalt? Dies war der Stilmittel von Limbo, welches absolut gut zum Spiel passte. In Limbo spielt man einen kleinen Jungen der seine Schwester sucht und viele Gefahren trotzen muss. Das Spiel war eine Mischung aus Jump and Run und Puzzler. Auch hier war das Ende frei erzählbar.

Indie Games - Limbo

Natürlich gibt es noch viele andere Games die ich nicht mehr geschafft habe in diesen Beitrag zu packen, aber genannt werden sollten:

  • Valiant Hearts: The Great War – Ein Spiel, das den ersten Weltkrieg in komprimierten Fassung erzählt wird.
  • The Walking Dead: Season 1/2 – Ein Adventure in einer Zombie Apokalypse in der man Entscheidungen treffen muss.
  • Papers, Please: Hier spielt man einen Zollbeamten, der sich Entscheiden muss für’s richtige, oder eben falsche.

 

 

Gewalt und Pixelpracht

Dann gibt es auch die Spiele, die an Zeiten von 8-bit bis hin zu 16-bit-Ära erinnern sollen. Dies wird von den Entwickler bewusst als Stilmittel genutzt. Dass erste wäre Shovel Knight aus dem Jahr 2014 von Yacht Club Games, welches von vielen Magazinen als bestes Indie-Spiel 2014 bewertet wurde. In Shovel Knight seid Ihr ein Ritter mit einer Schaufel und nicht mit einem Schwert – Der Name lässt es ja schon vermuten. Auch in Shovel Knight verschmelzen Musik und ein sehr guter Spielflow – welch ein unglaublichen Spektakel. Dabei wurde das beste der 8-bit Ära genommen und zusammen gemixt und voilà = Shovel Knight ist entstanden. In meinem Podcast-Review geh ich auf das Spiel ein und erzähl! warum es so verdammt gut ist.

Gewalt gepaart mit Musik, das kann nur ein Spiel sein: „Hotline Miami“ Das Spielprinzip ist relativ simpel und erfordert nur eine kurze Spielgewohnheit. Ein Top-Down Shooter (Obendraufshooter) der 2012 für Konsolen, wie auch PC auf dem Markt erschien. Das Spiel vom Studio Dennaton Games genießt auch hier eine kleine, aber feine Fanbase. Die Gewalt dient zum Zweck des Spielprinzips und Flow. Die Musik bei Hotline Miami ist natürlich ein riesen Plus. Jeder Track untermalt den einzigartigen Flow bei der Highscore Jagd. Das Game ist nicht gerade einfach und erfordert schnelle Reaktion so wie schnelles Umdenken, den jeder falsche Move bedeutet PENG – du bist tot! Hier könnt Ihr Lazaro aka Babo beim Spiel Hotline Miami 2 zuschauen, viel Spaß 😉

Diese beide Spiele sind natürlich nur Beispiele für Spiele, die auf Retro machen und eigentlich gar keine sind. Eigentlich sind es aktuelle Spiele, die sich einfach der alten Spiele/Konsolen zum Vorbild gemacht haben. Die Diskussion hört man ja gerne und sehr oft: „Bähh wieder dieser alte scheiss, Indies sind für Retro fans“ usw. Doch in der Regel, basieren die Spiele auf eigenständigen konzeptionellen Ideen und bieten für wenig Geld, sehr viel Spaß. Gewalt dient natürlich auch der Aufmerksamkeit siehe: Hatred dieses Spiel will mit seinem Spielkonzept anregen und zum diskutieren animieren – schlechte Publicity ist gut für das Geschäft.

Spiele mit Pixelpracht:

  • Minecraft
  • Hotline Miami 1 und 2
  • Terraria
  • Broforce
  • Shovel Knight
  • The Deer God
  • Superbrothers: Sword & Sworcery EP

Diese Spiele basieren aus Pixelpracht, oder eben aus Pixelbrei. Trotzdem sind einige der Titel sehr begehrt und machen Spaß.

 

Was für ein gutes Spiel

Bei Indies ist es meist der verlockende Preis von zirka 20€. Nehmen wir einmal Ori and the Blind Forest für diesen Titel habe ich 19,99€ bezahlt und komme aus dem staunen nicht heraus. Es sieht so unglaublich schön aus, ja schon wie ein selbst zu spielender Zeichentrickfilm. Bei Indie-Spiele habe ich immer wieder diesen WOW Effekt. Dabei sind es die tollen Ideen, der Charm, oder eben dieser einzigartige Stil, wie bei Ori and the Blind Forest eben. Dann gibt es Spiele wie Valiant Hearts: The Great War welche eine sehr schöne und doch traurige Geschichte erzählt. Dabei ist auch hier der WOW Effekt sehr hoch. Ich bekam mit Valiant Hearts eine komprimierte Zusammenfassung vom ersten Weltkrieg,  der  apropos 17 Millionen Menschen zu klagen hatte. Es ist eben diese kleine Investition die ich tätige, die mich am Schluss nicht ganz so enttäuscht, wenn das Spiel nicht meinen Erwartungen gerecht wird. Doch zum Schluss hatte ich bei fast jeden Indie Spiel dieses Gefühl! Was für ein gutes Spiel gespielt zu haben.

Indie Games - Ori and the Blind Forest

 

Das Wort zum Schluss

Man darf natürlich eins nicht vergessen, für Indie-Spiele zahlt man meist zwischen 5€ und 20€ und sind deshalb nicht zu vergleichen mit Mammut Projekten ala GTA. Es sind für mich zwar vollständige Spiele, aber es gibt auch genug die es eben nicht so sehen. Ich kann es verstehen wenn man von solchen Spiele nicht viel hält, aber es sind eben nur einige Meinungen am Schluss!

Mittlerweile arbeiten ja auch große Firmen wie z.B. Ubisoft an Indie-Spiele und auch Microsoft (Siehe Oben) hat es gemerkt, dass man mit kleinen Spiele auch viel erwirtschaften kann. Hier kann man sich eben noch austoben und Phantasien für Spiele entwickeln. Wo es bei den Großen spielen eben aus finanziellen Sichten einfach nicht mehr möglich ist. Ein Triple A Spiel kostet eben keine mehrere Tausende Euros, sondern gehen in den Millionen Betrag. Deshalb freut es mich das man zwei Fraktionen hat, die Indie’s und die Triple A’s, dort kann sich jeder aussuchen was er eben möchte – ganz auf sein subjektives Konsumverhalten eben.

Es werden noch genug Indie-Spiele releast und wir alle sind gespannt was da auf uns noch kommen wird. Indie’s sind zumindest für mich nicht mehr wegzudenken.

Ich werde mich jetzt erst einmal dem Spiel Ori and the Blind Forest wieder widmen und hoffe euch hat der Beitrag gefallen. Kritik und Anregung sind immer gern gesehen, also schreibt uns doch einmal, danke.

Euer Happy Gaming Blog 😉

 

 

 

 

 

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